Schulleben


Kontakt
Albert-Einstein-Gymnasium
Schaftrift 11
21244 Buchholz i.d.N.

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Fax: 04181 / 300 98-90
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In den Ferien ist nur die Schulleitung jeweils am Dienstag und am Donnerstag in der Zeit von 10:00 bis 12:00 erreichbar.









Spanisch am AEG


"Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information."
Albert Einstein (1879 – 1955)

Das Lernen von fremden Sprachen leistet einen bedeutsamen Beitrag zur Bildung. Die Beschäftigung mit anderen Ländern vermittelt neue Einblicke, öffnet Perspektiven und hält zur Auseinandersetzung mit anderen Lebensweisen und Kulturen an. Gleichzeitig wird der Blick für die eigene Wirklichkeit geschärft – kurz: ermöglicht Erfahrungen. Dieser interkulturelle Ansatz des Fremdsprachenlernens gilt natürlich auch für den Spanischunterricht am Albert-Einstein-Gymnasium.

Die außergewöhnlich große Vielfalt der spanischsprachigen Länder bietet viele Anlässe, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und Erfahrungen in großer Zahl zu machen. Dazu gehört auch der Austausch mit unserer Partnerschule in Madrid, der es den Schülern der 9. Klasse ermöglicht, ein Land über die Menschen kennenzulernen, in ein spanisches Familienleben einzutauchen und die spanische Schulwirklichkeit kennenzulernen. Nicht zuletzt werden in diesem Austausch Freundschaften geschlossen, die manchmal über viele Jahre Bestand haben.

Weiter in die Zukunft gerichtet bietet die Kenntnis der spanischen Sprache auch für den beruflichen Weg Vorteile, steht Spanisch doch als Welthandels- und Konferenzsprache, als wichtige Sprache der UNO und in vielen europäischen und außereuropäischen Kontexten als bedeutende Sprache da. Mit Blick auf die kulturellen Leistungen des spanischsprachigen Raums sind zahlreiche literarische, musikalische und künstlerische Werke zu nennen, die einen großen Beitrag zum Weltkulturerbe leisten und innerhalb des Spanischunterrichts immer wieder Gegenstand der Betrachtung sind.<(

Spanisch kann man am AEG nicht nur als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 lernen, sondern auch als dritte Fremdsprache ab Klasse 8. In der Qualifikationsphase kann Spanisch entweder auf grundlegendem oder erhöhtem Anforderungsniveau belegt werden kann.

Am AEG wird in den ersten vier Lernjahren mit dem Lehrwerk ¡Vamos! ¡Adelante! gearbeitet. In Klasse 10 und 11 steht die Dossierarbeit zu größeren Themenkomplexen zunehmend im Vordergrund. Wir nutzen dafür von der Fachkonferenz ausgewählte Aspekte und Themen der spanischen und lateinamerikanischen Realität.

In Jahrgang 10 arbeiten wir mit dem Buch ¡Apúntate! Paso al bachillerato. Für den Jg. 11 (Einführungsphase, G9) werden längere thematische Einheiten von der Fachkonferenz festgelegt. Die Themenfelder der zentralen Abiturprüfung werden vom niedersächsischen Kultusministerium bestimmt.

Heide Biermann         Oktober 2018

Arbeitsformen

Am AEG erlangen die Schülerinnen und Schüler kommunikative und methodische Kompetenzen. Der Unterricht der modernen Fremdsprachen ist darauf ausgerichtet, Fertigkeiten in diesen Bereichen immer wieder einzuüben und zu wiederholen.
Die im Kerncurriculum verankerten Kompetenzen Sprechen, Hören, Schreiben, Lesen Hörsehverstehen und Sprachmittlung (d.h. das sinngemäße Übertragen in die Fremdsprache) werden von Beginn an im Unterricht geübt und gefestigt. Die Schülerinnen und Schüler werden schnell mit authentischen Texten aus Spanien und Lateinamerika konfrontiert (dabei verstehen wir den Begriff "Text" im erweiterten Sinn als Lieder, Hörbücher, Werbespots, Internetseiten, Diagramme, Karikaturen, Fotos, Gemälde, Videoclips etc.). Der Unterricht ist ausgerichtet auf Kompetenzorientierung und folgt damit dem Kerncurriculum. Die Anforderungen sind in drei Bereiche aufgeteilt:
Anforderungsbereich I (Reproduktion/Textverstehen): zusammenfassen, beschreiben, markieren, wiedergeben, erzählen, etwas notieren, etwas zuordnen etc.
Anforderungsbereich II (Reorganisation/Analyse/Reflexion): untersuchen, erklären, charakterisieren, vergleichen, Hypothesen aufstellen, Standpunkte beziehen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten etc.
Anforderungsbereich III (Kommentar/kreative Aufgaben): Stellungnahmen abgeben, kontroverse Erörterungen unter Einbeziehung des Vorwissens, etwas erläutern, rechtfertigen, verteidigen, seine Meinung äußern, Lösungsvorschläge geben, sich etwas ausdenken unter bestimmten Vorgaben, Dialoge/ Tagebucheinträge/E-Mails verfassen etc.
Wie in allen anderen Fächern erlernen die Schülerinnen und Schüler auch im Spanischunterricht Arbeitstechniken und Lernstrategien, um zunehmend selbständig mit den verschiedensten Texten, aber auch mit traditionellen und modernen Medien umgehen zu können. Damit trägt der Spanischunterricht zum Methoden- und Medienkonzept des schuleigenen Curriculums bei.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anleitung zum selbstständigen Erlernen von Inhalten, von Lernstrategien und Methoden, die ein Bewusstsein für die Sprache und den Sprachlernprozess eröffnen (beispielsweise das Erschließen von einzelnen Wörtern oder die selbstständige Korrektur eigener Texte).
In schriftlichen Leistungsüberprüfungen werden im Unterricht erworbene Kompetenzen des Hör- und des Hör-/Sehverstehens, des Leseverstehens, des Schreibens und der Sprachmittlung gemessen. Die kommunikative Teilkompetenz Sprechen wird in der Sek I einmal pro Doppelschuljahrgang überprüft. Am AEG findet die Sprechprüfung Spanisch in Jahrgang 7 und in Jahrgang 9 statt.

Erfahrungsbericht aus Madrid
Spanien-Austausch

Der insgesamt zweiwöchige Schüleraustausch zwischen dem Albert-Einstein-Gymnasium und dem spanischen Colegio Juan de Valdés hat bereits zwei Mal erfolgreich stattgefunden. Wir, Ben und Jan Niklas aus der 10d, wollen euch nun nähere Information, Erlebnisse sowie persönliche Erfahrungen geben.
Das erste wirklich aufregende Erlebnis geschieht schon vor dem Austausch: Unsere Austauschpartner werden festgelegt und wir bekommen Zettel mit Informationen, z. B. deren Hobbies, Lieblingsessen, Größe, Alter, Name usw. Mit einigen können wir dann über Social Media ersten Kontakt aufnehmen. Dadurch steigt die Vorfreude natürlich erneut. In Madrid angekommen wird erstmal das Gepäck geholt und danach Abläufe sowie Regeln erklärt. Daraufhin geht es zum Bus, der uns zum Colegio Juan de Valdés bringt. Für Fußball-Begeisterte auf jeden Fall ein erstes kleines Highlight, da man direkt am Estadio Wanda Metropolitano vorbeifährt (Atlético de Madrid). Übrigens: Als Jan Niklas vor zwei Jahren den Austausch mitmachte, war das Stadion noch eine Baustelle. Ein Jahr später, als Ben dorthin flog, stand es schon fertig da. In der Schule angekommen gehen wir mit unseren Gepäckstücken in einen Aufenthaltsraum, in dem wir gastfreundlich empfangen werden. Es steht Essen sowie Trinken bereit und der erste persönliche Kontakt erfolgt. Von nun an geht der Austausch erst richtig los. Unsere ersten Erfahrungen mit der Gastfamilie waren mehr als positiv, und wir alle fühlten uns sehr wohl.
Im Vorfeld sind wir auch über die verschiedenen Ausflüge informiert worden: In der ersten Austauschreise beispielsweise ging es nach Toledo, Segovia, El Escorial sowie natürlich in das Stadtzentrum Madrids. Die Fahrt nach Segovia fand dann in der zweiten Reise nicht statt, dafür gab es dort andere leichte Änderungen. Auf diesen Ausflügen erhalten wir gute und interessante Führungen und Impressionen, und natürlich gibt es auch Freizeit ; ). Am Nachmittag treffen sich meist alle zusammen an einem Platz, an dem man Musik hört, Fußball spielt und vieles mehr.
Außerdem gibt es im Laufe der Austauschwoche einen Schultag. Der Einblick in das Schulleben dort ist wirklich interessant und mal etwas Neues. Da ein Wochenende mitten in der Austauschwoche liegt, planen die meisten Familien einen Ausflug oder eine Aktivität. Den anderen Tag verbrachten wir in einem Freizeitpark mit der ganzen Gruppe, wo wir ebenfalls viel erlebten. Sobald die Woche in Spanien endet, steigt nach kurzer "Trauerphase" wieder die Vorfreude auf die Zeit bei uns in Deutschland. Hier ist der Ablauf mit Ausflügen, Abläufen etc. ähnlich, jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied. Man selbst ist nun der Gastgeber, der viele Aufgaben sowie Verantwortung übernehmen muss. Aber am schönsten ist es immer noch, seine in Madrid gewonnenen Freunde nach sechs (!!!) langen Monaten wieder zu sehen.
Am Ende waren wir, sowohl Deutsche als auch Spanier, uns alle einig: Die Zeit verging viel zu schnell, und man wollte noch so viele Dinge miteinander erleben. Aus diesem Grund haben wir beide bis zum heutigen Tag noch Kontakt zu unserem Austauschpartner und den Freunden in Madrid – Jan Niklas sogar schon seit zwei Jahren.
Wir beide haben den Austausch immer noch in sehr guter Erinnerung und würden jederzeit wieder dort hinfliegen, was wir vermutlich auch in nächsten Ferien machen werden ;)
Ben und Jan Niklas, 10d (Oktober 2018)